Vornamen aus neuzeitlichen Entwicklungen

Unser Vornamenschatz besteht also zum großen Teil aus germanisch-altdeutschen, hebräischen und griechisch-lateinischen Vornamen. Doch fanden in der deutschen Geschichte einige Neuzeitliche Entwicklungen statt, die auch die Vornamenlandschaft prägten. Die Reformation hatte zwar am Namenbestand keinen Einfluss, doch die Vergabe von Namen änderte sich. In den protestantischen Regionen wurden nun wieder häufiger alttestamentliche Namen vergeben. Jedoch blieben die traditionellen Heiligennamen wie Georg, Nikolaus und Katharina erhalten, da die traditionelle Sitte der Patennamengebung immer noch üblich war.

Einige neue Heiligennamen kamen dafür in den katholischen Gebieten auf. Während der Gegenreformation fanden zum Beispiel Vornamen wie Ignatius, Alfons und Theresia den Weg in unser Namengut.

Neben diesen beiden neuzeitlichen Entwicklungen hatte auch der Pietismus des 17./18. Jahrhundert einen gewissen Einfluss auf die Namengebung. In dieser Zeit besann man sich wieder auf Vornamen germanisch-altdeutscher Herkunft. Auch neue, sprachlich durchsichtige Namen wie Gotthold, Traugott oder Fürchtegott wurden gebildet. Sie sollten das fromme Gefühl der Zeit ausdrücken.

Beispiele:

Vornamen aus neuzeitlichen Entwicklungen