Vornamen hebräischer Herkunft

Die meisten Namen in der Bibel sind hebräischen Ursprungs. Beim Eingang der hebräischen Namen in den deutschen Vornamenschatz kann man drei zeitliche Abschnitte voneinander unterscheiden. Bereits in althochdeutscher Zeit, vom 8. bis zum 10. Jahrhundert, wurden sie vor allem von Geistlichen getragen. Die zweite, wesentlich größere Welle an hebräischen Namen fand dann im 12./13. Jahrhundert bleibende Aufname in unserem Namenschatz. Beispiele sind Johannes, Elisabeth oder Michael. Der letzte Schwung hebräischer Namen kam im Zusammenhang mit der Internationalisierung der Namensgebung nach dem Zweiten Weltkrieg in den deutschen Sprachraum.

Die hebräischen Namen sind größtenteils Satznamen, die Gott beziehungsweise Jahwe beinhalten, wie beispielsweise in Joel oder Jeremias. Ebenso häufig kömmen die Bestandteile El, was auch ,,Gott“ bedeutet oder Ab, was ,,Vater“ bedeutet, vor. Beispiele dafür sind Abraham oder Gabriel.

Da im 12./13. Jahrhundert nicht mehr nur Geistliche hebräische Namen trugen, kam es bald zu einer Anpassung an das deutsche Laut- und Namensystem. So wurde zum Beispiel aus Johannes Hans, aus Bartholomäus Bartel und aus Elisabeth Else. Daneben bestanden die offiziellen Namenformen natürlich weiter, doch bildeten sich zwischen der katholischen und der evangelischen Schreibung bald Unterschiede heraus. So existiert die Schreibung Iob oder Ijob in der Vulgata neben der Schreibung Hiob, die von Luther geprägt wurde.

Beispiele:

Vornamen hebräischer Herkunft